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Exkursion der 9. Klassen zur KZ-Gedenkstätte Dachau

Am Donnerstag, den 21. Februar 2019 fuhr die 9. Jahrgangsstufe im Rahmen des Geschichtsunterrichts zur KZ-Gedenkstätte Dachau. Zu Beginn der Führung wurde uns auf einer Karte ein Überblick über das gesamte Gelände, welches insgesamt 150 Hektar Fläche umfasst, vermittelt. Da allerdings nicht mehr alles betretbar ist, bekamen wir nur einen Einblick in das große Häftlingslager. dachau19Nachdem wir durch das Tor mit dem zynischen Spruch „Arbeit macht frei“ das frühere Lager betreten hatten, standen wir auf dem großen Appellplatz in Sichtweite der 34 Baracken, von denen zwei wieder aufgebaut worden waren. Man erzählte uns von den Lebensverhältnissen in einer solchen Baracke, von der Befreiung der Häftlinge im Mai 1945 und vielen anderen Dingen. Nach diesen grundlegenden Informationen führte man uns in eine der zwei rekonstruierten Häftlingsbaracken. In der Baracke konnten wir eigene Eindrücke von den Lebensumständen der Gefangenen sammeln. Die winzigen Toiletten, die äußerst schmalen Holzbetten ohne Matratzen und die Vorstellung, wie viele Menschen in jener Baracke untergebracht waren, erstaunten, ja schockierten uns.

Wieder auf dem Appellplatz berichtete man uns von den unzähligen grausamen Foltermethoden und auch schrecklichen Menschenversuchen, denen die Häftlinge im KZ Dachau ausgesetzt waren. Zu den häufigsten Strafen gehörten die Prügelstrafe, das so genannte Baum- oder Pfahlhängen und das Strafstehen. Nachdem wir an vielen Metern Stacheldraht des Lagerzaunes vorbeigelaufen waren und auch die angedeuteten Grundrisse der übrigen Baracken wahrgenommen hatten, kamen wir zum nächsten Punkt der Führung, nämlich dem Krematorium. Dort sahen wir uns die Öfen an, in denen Unmengen von Leichen verbrannt wurden. In diesem Bereich wurde uns auch die Gaskammer gezeigt, die fertiggestellt, aber nie benutzt wurde. Am Ende der Führung besichtigten wir das Lagergefängnis, den sogenannten „Bunker“, der über 130 Zellen aufwies. In den kalten, dunklen Gängen sahen wir die teils winzigen Zellen und die Bedingungen, die dort herrschten. In einer dieser Zellen wurde auch Georg Elser gefangen gehalten, der 1938 ein Attentat auf Hitler ausgeführt hatte und dem nach Ende des  Krieges ein Schauprozess gemacht werden sollte. Kurz vor der Befreiung des KZs durch ameri­kanische Truppen wurde Elser von der SS getötet.

Außerhalb des Gefängnisses endete die Führung und wir durften bis zur Abfahrt alleine das Gelände der Gedenkstätte sowie die Ausstellung erkunden. Der eindrucksvolle Besuch in der Gedenkstätte war sehr aufschlussreich und hinterließ bleibende Eindrücke, die keiner von uns so schnell vergessen wird.

John Müller, Manuel Ritzhaupt (9a)