Weddigenstr. 21 | 90478 Nürnberg | Tel. (0911) 231 - 14 230 | Impressum

Schulprofil

Präambel

„Scholae sunt humanitatis officinae“ – „Schulen sind Werkstätten der Menschlichkeit“: Diese Inschrift am Eingang unserer Schule, ein Satz des Begründers der neuzeitlichen Erziehungslehre Johann Amos Comenius, ist für uns Auftrag und Maßstab. Deshalb steht die umfassende, ganzheitliche Bildung unserer Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt aller Anstrengungen.

Diese Zielsetzung leitet uns in dem Bemühen, sowohl eine Atmosphäre der Geborgenheit zu schaffen als auch durch ein vielfältiges und niveauvolles Angebot in Unterricht und Schulleben unseren Schülerinnen und Schülern die Chance zur Entfaltung ihrer Talente zu geben.

Das hier dargelegte Schulprofil beschreibt den besonderen Charakter des NGN. Darüber hinaus soll es Leitbild für die Weiterentwicklung der Schule sein.

An einem sprachlichen und humanistischen Gymnasium, wie es das Neue Gymnasium ist, nimmt die intensive Beschäftigung mit Sprache breiten Raum ein. Es gibt in der Tat kaum einen Bereich des menschlichen Lebens, in dem Sprachkompetenz nicht von überragender Bedeutung ist. Das Erlernen mehrerer Fremdsprachen schafft also für unsere Schülerinnen und Schüler eine ideale Voraussetzung, sich die Welt zu erschließen.

In allen Zweigen des Neuen Gymnasiums werden die Schülerinnen und Schüler, sei es durch Besinnung auf die geistigen Grundlagen Europas, sei es durch die Pflege wichtiger europäischer Sprachen, besonders gut für das Leben und Arbeiten im zusammenwachsenden Europa vorbereitet.

Ziele unserer pädagogischen Arbeit sind:

  • Sprachkompetenz schulen: Das NGN will, seiner Ausrichtung gemäß, in besonderem Maße die Fähigkeit zur sprachlichen Kommunikation in Wort und Schrift fördern. Im Deutsch- und Fremdsprachenunterricht ebenso wie durch zahlreiche zusätzliche Angebote und Programme werden Spracherwerb, Textverständnis und Sprachanwendung intensiviert und Interesse an der Literatur geweckt oder verstärkt.
  • Kreativität entwickeln: Von einem ganzheitlichen Bild des Menschen ausgehend, fördert das NGN in besonderer Weise die Begegnung mit Kunst und Kultur und bietet vielfältige Möglichkeiten zu eigenem kreativem Arbeiten in allen Fächern, besonders in Musik, Kunst und Sport, in Sprachen und Theater sowie im Bereich der neuen Medien.
  • Soziale Kompetenz stärken: In der Zusammenarbeit und Kommunikation im täglichen Unterricht, durch gemeinsame Aktivitäten im Schulleben und in speziellen Trainingsmaßnahmen werden Verhaltensweisen für einen partnerschaftlichen, kooperativen Umgang und konstruktive Konfliktlösungen geübt.
  • Methodenkompetenz ausbilden: Durch entdeckendes und forschendes Lernen im Rahmen handlungs- und projektorientierter Unterrichtsvorhaben sowie durch spezielles Lerntraining (z. B. „Lernen lernen“) erwerben die Schülerinnen und Schüler Techniken selbständiger Informationsbeschaffung, -verarbeitung und -vermittlung.
  • Hohe Unterrichtsqualität sichern: Externe und interne Lehrerfortbildung zu fachwissenschaftlichen, methodisch-didaktischen und allgemeinpädagogischen Fragen, die eigene Referendarausbildung im Hause sowie Kooperation und Rückmeldung im Kollegium sichern eine hohe Unterrichtsqualität und fördern eine innovative Unterrichtskultur.
  • Jede Einzelne und jeden Einzelnen fördern: Dies versuchen wir u.a. durch individuelle Beratung von Eltern und Schülern, Förderkurse, Pluskurse und ein Tutorensystem, in dem Schüler Schülern helfen, zu erreichen.
  • Traditionen pflegen: Die Bewältigung aktueller Herausforderungen setzt ein Bewusstsein der eigenen Identität voraus. Durch lebendige Begegnung mit Geschichte, Kultur, Menschen und Völkern soll Interesse für die geschichtlichen und aktuellen Entwicklungen geweckt werden und ein Bewusstsein für die gemeinsamen Wurzeln, Werte und Traditionen Europas entstehen.
  • Schul-Leben: Schule kann nur jene Werte, Verhaltensweisen und Tugenden vermitteln, die in ihr selbst gelebt werden. Aktivitäten und Begegnungen vielfältiger Art sollen bei Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Eltern und Ehemaligen Gemeinschaftssinn, tiefere soziale Beziehungen und ein Bewusstsein von Mitverantwortung für das Gelingen von Schule schaffen und erhalten.
  • Die „Bewegte Schule“ schaffen: Umfangreiche Sportangebote in den großzügigen Sportanlagen der Schule und der Umgebung sowie Möglichkeiten zu Sport und Bewegung in den Pausen sollen dem Wunsch von Kindern und Jugendlichen nach körperlicher Betätigung entgegenkommen bzw. ihn wieder wecken.
  • Schule nach außen öffnen: Im Rahmen des Unterrichts und außerunterrichtlicher Veranstaltungen entdecken und erforschen die Schülerinnen und Schüler die Welt außerhalb der Schule (die natürliche Umwelt, Betriebe, politische Institutionen, andere Länder). Gespräche mit Experten und Repräsentanten aus Gesellschaft, Kultur und Politik ergänzen und vertiefen die gewonnenen Einsichten.
  • Lernumgebung gestalten: Das denkmalgeschützte Schulgebäude mit seiner Aula als Zentrum und das abwechslungsreiche Gelände mit dem Amphitheater laden zu Begegnung, gemeinsamen Aktivitäten, Projekten, Kultur-, Theater-, Musik- und Sportaufführungen sowie zu Festen ein. Die Schule wird unter Mitwirkung aller Beteiligten als ästhetischer und kommunikativer Lern- und Lebensraum gestaltet, der zum Arbeiten, Lernen und Verweilen anregt.
  • Vorbereiten auf das Berufsleben: Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler für das Leben und Arbeiten in einer technisch-industrialisierten Welt qualifizieren. Zwei einwöchige Berufspraktika in verschiedenen Jahrgangsstufen helfen dabei. Für Mathematik und Physik gelten am sprachlichen und humanistischen Gymnasium die gleichen Lehrpläne und Anforderungen wie in allen anderen Ausbildungsrichtungen. Angebote im Bereich Informatik und EDV ergänzen den Unterricht in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Pflichtfächern.
  • Werteerziehung: Glaubwürdige Werteerziehung in einer demokratischen Gesellschaft verlangt vor allem überzeugendes Vorleben demokratischer Grundwerte und Tugenden. Werteerziehung ist darum nicht nur Aufgabe des Religions- oder Ethikunterrichts, sondern fordert alle an der Erziehung Beteiligten (Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern) in gleicher Weise.