Der Griechenland-Austausch 2025 begann mit schönem Wetter und guter Laune am Nürnberger Hauptbahnhof. Nach einer holprigen Zugfahrt und durch den Waggon fliegenden Koffer kamen wir mit großer Vorfreude am Münchner Flughafen an und flogen direkt nach Athen.
Gleich der nächste Tag begann mit einem unserer Highlights der Reise: der Poseidontempel von Kap Sounio. Dort wurden uns bei strahlendem Sonnenschein griechische Mythen über den Ort nahegebracht.
Herr Flosdorff und Herr Nowak waren höchst motiviert, uns die wichtigsten und interessantesten Fakten zu erzählen und uns anschließend die sonnige Aussicht und überdaslitzernde Meer genießen zu lassen. Ein abschließendes Gruppenfoto wurde natürlich auch geschossen. Über das Wochenende dürften wir sowohl das Leben unserer Gastfamilien besser kennenlernen als auch als Austauschgruppe gemeinsam Zeit verbringen. Der Strand sowie der Aussichtspunkt auf dem Akropolisfelsen waren die persönlichen Banger. Das Wochenende war die perfekte Gelegenheit, als Gruppe zusammenzuwachsen und nicht nur die anderen Griechen besser kennenzulernen, sondern in der Tat auch unsere Mitschüler.
In dieser Zeit waren wir überrascht, einige kulturelle Unterschiede festzustellen: Spätere Ausgangszeiten, längerer Schulweg und die lang andauernden Fahrten mit Privatbussen zur Schule. Generell bedienen sich die Athener seltenst an den öffentlichen Verkehrsmitteln und müssen viele lange Wege durch die gesamte Stadt fahren.
Griechenland zeigte sich durch das schöne Nafplio, den Kanal von Korinth und die Akropolis im Laufe der Woche von seiner besten und interessantesten Seite.
Der Abschied fiel allen n
aturgemäß schwer. Die Stimmung war wehmütig und niedergeschlagen, dennoch voller glücklicher Erinnerungen an die gemeinsam verbrachte Zeit. Dies brachte jedoch nur das harmonische Verhältnis unserer Gruppe untereinander zum Vorschein, und die Aussicht auf den Gegenbesuch der Griechen hob die bedrückte Stimmung.
Abschließend möchten wir uns für die großzügige Förderung der Projektfahrt durch Erasmus+ bedanken und betonen, wie viel wir dazugelernt haben: zur Kultur, aber natürlich auch über uns als Menschen. Die gesammelten Erfahrungen werden uns definitiv für immer im Herzen bleiben und wahrscheinlich an unsere Enkelkinder weitergegeben. Wir freuen uns ausgesprochen auf den Gegenbesuch unserer griechischen Freunde im Dezember.
Valentina, Klasse 10a
Bei meinem siebenwöchigen Aufenthalt in Angers hatte ich im Rahmen des Erasmus+-Programms die Möglichkeit, viele Erfahrungen sammeln zu können. Am 28.08.2025 kam ich in Angers an. Angers ist die Hauptstadt des Départements Maine-et-Loire und zählt mit rund 157.555 Einwohnern zu den mittelgroßen Städten Frankreichs. Außerdem gilt die Stadt als eine der grünsten Städte Frankreichs. Während meiner Zeit in Frankreich besuchte ich das Collège Saint-Benoît. Dabei handelt es sich um eine katholische Privatschule, die durch ihre beeindruckende Architektur auffällt. Ich wurde der Troisième zugeteilt, da dies dem neunten Schuljahr in Deutschland entspricht und ich zu diesem Zeitpunkt 14 Jahre alt war.
Meine Austauschpartnerin heißt Mathilde und ist ebenfalls 14 Jahre alt. Ich kenne sie schon seit sechs Jahren, da unsere Eltern befreundet sind. Sie hat drei ältere Geschwister, die jedoch bereits ausgezogen sind, sodass ich ein eigenes Zimmer hatte. Das empfand ich als sehr angenehm, da ich mich dort zurückziehen konnte und einen eigenen Platz für mich hatte. Die Mutter meiner Austauschpartnerin arbeitet als Leiterin der Universitätsbibliothek in Angers, der Vater ist Professor für Physik und Chemie an einer Universität in Paris. Ich verstand mich von Anfang an sehr gut mit der Familie und wurde herzlich aufgenommen. Dadurch fühlte ich mich schnell wohl und fast wie zu Hause.
Der Alltag in Frankreich ist gut strukturiert. Um 7 Uhr klingelte der Wecker, anschließend frühstückten wir gemeinsam und machten uns für die Schule fertig. Gegen 8 Uhr verließen wir das Haus und fuhren mit der Straßenbahn zur Schule. Der Unterricht begann um 8:30 Uhr. Nach etwa zwei Stunden gab es die erste Pause. Um 12:30 Uhr fand die Mittagspause statt, in der wir in der Schulkantine aßen. Das Essen war sehr lecker und es gab eine große Auswahl. Den restlichen Teil der Pause verbrachten wir meist auf dem Schulhof mit Freunden. Der Unterricht endete gegen 17 Uhr. Danach trafen sich viele Schülerinnen und Schülernochaußerhalb der Schule. Oft gingen wir zu einer Bäckerei, um Kuchen, Tartes oder Snacks zu kaufen. Diese dienten als Nachmittagssnack, da das Abendessen meist erst gegen 20 Uhr stattfand. Bis dahin erledigten wir die Hausaufgaben oder gingen sportlichen Aktivitäten bzw. Hobbys nach. ![]()
Am Wochenende unternahmen wir häufig etwas gemeinsam. Zum Beispiel gingen wir mit der Mutter auf den Markt, machten Ausflüge oder gingen anschließend in ein Restaurant essen. Eine meiner Lieblingsaktivitäten war ein Tagesausflug in die Bretagne. Wir fuhren morgens los und verbrachten den Tag am Strand. Das Wasser war sehr warm und die Natur beeindruckend. Da wir sehr müde waren, machten wir auf dem Rückweg einen Halt in Batz-sur-Mer und probierten dort in einer Crêperie herzhafte Galettes und süße Crêpes, die für mich zu den bestenzählen, die ich je gegessen habe.
Außerdem ermöglichte mir meine Gastfamilie ein ganzes Wochenende in Paris. Sie zeigten mir dort sowohl die bekannten Sehenswürdigkeiten als auch Orte, die die normalen Touristen nicht zu sehen bekommen. Einen Tag verbrachten wir in Saumur und besichtigten das Schloss. Nach einem Besuch im Pferdemuseum besuchten wir eine Vorführung des Cadre Noir, der berühmt für seine klassische Reitweise ist.
Insgesamt hat mir der Erasmus+-Aufenthalt nicht nur geholfen, meine Französischkenntnisse deutlich zu verbessern, sondern auch meine Selbständigkeit, Offenheit gegenüber anderen Kulturen und mein Selbstvertrauen nachhaltig zu stärken.
Lilo, Klasse 9a
Im Rahmen meines Schüleraustauschs in Nizza verbrachte ich einen Monat am Collège Roland Garros und lernte den französischen Schulalltag kennen. Schon am ersten Tag fiel mir auf, wie stark sich der Unterricht vom deutschen Schulsystem unterscheidet. Die Schultage sind deutlich länger und dauern oft bis in den späten Nachmittag. Die Klassenräume sind einfacher ausgestattet. Jede Unterrichtsstunde beginnt mit einer Begrüßung und einer Anwesenheitskontrolle, außerdem achten die Lehrkräfte streng auf Ruhe und Pünktlichkeit.
Durch den täglichen Besuch des Collèges bekam ich einen realistischen Eindruck davon, wie anspruchsvoll das französische Schulsystem ist. Neben dem Schulalltag spielte auch die Freizeit eine wichtige Rolle. Gemeinsam mit meiner Gastfamilie unternahm ich Spaziergänge in den Bergen, und an den Wochenenden gingen wir oft zum Bogenschießen. Mittwochs hatte ich Zeit, um Nizza auf eigene Faust zu erkunden. Diese Ausflüge halfen mir, die Stadt besser kennenzulernen und meine Französischkenntnisse auch außerhalb der Schule anzuwenden.
Insgesamt war der Einblick in das Leben in Frankreich der wichtigste Teil meines Austauschs. Dank der Unterstützung durch erasmus+ konnte ich vier Wochen Frankreich pur erleben. Dabei konnte ich nicht nur meine Sprachkenntnisse verbessern, sondern auch viel über Kultur, Alltag und das Schulsystem eines anderen Landes lernen.
Andreas, Klasse 9b
Am 31. August 2024 stieg ich in das Flugzeug nach Nizza und war sehr aufgeregt, weil ich am Abend zum ersten Mal die Familie meines Austauschpartners Sedren treffen sollte. Ich wurde von ihm und seiner Mutter am Flughafen abgeholt und dann ging es erst einmal in die Wohnung. Sie war nicht sehr groß, aber trotzdem sehr schön und zentral gelegen. Ich hatte sogar ein eigenes Zimmer. Da ich am Wochenende angekommen bin und die Schule erst am Dienstag angefangen hat, hatten wir noch ein bisschen Zeit, es uns gut gehen zu lassen. Und das heißt in Nizza einfach den ganzen Tag am Strand zu verbringen. Der erste Schultag in Frankreich war unspektakulär, da es wie bei uns einfach Klassenleiterunterricht war. Am zweiten Tag ging es dann richtig los und ich war zunächst überfordert, da ich mit dem Sprechtempo nicht mithalten konnte. Aber mit der Zeit wurde es besser und ich habe immer mehr verstanden und konnte sogar manchmal meinen Teil zum Unterricht beitragen. Als Sedren mir erzählte, dass er so viel Unterricht hat, dass er unter der Woche eigentlich nichts unternehmen kann und auch keine Freizeitaktivitäten plant, war ich ein bisschen schockiert. Trotzdem habe ich mich schnell an den für unsere Verhältnisse etwas überfüllten Stundenplan gewöhnt. Allerdings war es manchmal schwierig, sich dienstags in der letzten Stunde von 17:00 bis 18:00 Uhr zu konzentrieren. Jedes zweite Wochenende besuchten wir Sedrens Vater, der in einem Landhaus in der Nähe von Marseille wohnte. Das war ziemlich cool, weil wir auch dort die beliebtesten Sehenswürdigkeiten besichtigt haben und schnorcheln gegangen sind. Während des Austauschs konnte ich meine Aussprache und mein Französisch im Allgemeinen sehr verbessern. In den vier Wochen habe ich von Sedren und seiner Familie viele neue Wörter und umgangssprachliche Ausdrücke und Abkürzungen gelernt, die ich jetzt benutzen kann. Ab dem 1. Oktober war ich wieder in meiner Klasse am NGN und habe also auch nicht zu viel Stoff verpasst. Ich kann nur allen empfehlen, einen Auslandsaufenthalt zu machen, der von Erasmus+ gefördert wird. Nutzt die Gelegenheit, um wertvolle Erfahrungen zu sammeln und euren Horizont zu erweitern!
Elias, Klasse 10d
Um 6:30 Uhr klingelt der Wecker, und mein Abenteuer beginnt. Nach einer erfrischenden Dusche und einem gemütlichen Frühstück mit meiner Gastfamilie, schwingen sich Johann und ich um 7:20 Uhr auf unsere Fahrräder. Der Weg zur Schule ist jedes Mal eine echte Herausforderung, denn es geht nur bergauf. Selbst in den kühleren Morgenstunden ist es anstrengend, aber irgendwie auch aufregend.
Vor der Schule treffe ich mich mit meinen neuen Freunden. Gespräche mit ihnen haben mir wirklich geholfen, mein Französisch zu verbessern. Obwohl die Franzosen ziemlich schnell sprechen, verstehe ich jetzt viel mehr. Glücklicherweise unterstützt Erasmus+ und somit die Europäische Union solche Austausche.
Der Unterricht startet pünktlich um 7:55 Uhr und geht bis zur Mittagspause um 12:00 Uhr. Was mir im Collège Roland Garros auffällt, sind die vielen kombinierten Fächer. Geografie und Geschichte oder Physik und Chemie werden hier zusammen unterrichtet. Religionsunterricht gibt es nicht, dafür aber ein Fach, das ethische Erziehung heißt. Wie alle anderen esse ich mittags in der Schulkantine.
Nach der Pause beginnt der Nachmittagsunterricht um 13:25 Uhr und dauert bis 17:20 Uhr. Danach habe ich endlich Freizeit, die ich für sportliche Aktivitäten wie Schwimmen, Laufen und Rudern nutze. Ni
zza liegt direkt am Meer und das Haus meiner Gastfamilie ist so nah am Hafen, dass ich die Mastspitzen der Segelschiffe sehen kann. Natürlich müssen auch Hausaufgaben erledigt werden, manchmal bis spät in die Nacht.
Um 19:30 Uhr gibt es ein leckeres Abendessen, und um 22:00 Uhr falle ich müde ins Bett.
Das Wochenende
Am Wochenende sieht mein Tagesablauf etwas anders aus. Meine Gastfamilie besitzt ein kleines Haus in den Bergen hinter Nizza und dort verbringen wir fast alle Wochenenden. Ich helfe beim Bau eines Anbaus am Haus, und zwischendurch gehen wir wandern, grillen, spielen oder genießen einfach nur die atemberaubende Aussicht.
Unterschiede zwischen Nizza und Nürnberg
Nizza und Nürnberg unterscheiden sich in vielen Dingen. Das Wetter in Nizza ist viel schöner, man kann sogar bis Oktober im Meer baden. Die Schule hier ist einfacher, und ich habe viele gute Noten bekommen. Die beste Note ist 20 von 20 Punkten. Allerdings sind die Lehrer strenger, und abends stehen immer Hausaufgaben an. Die Menschen in Nizza wirken entspannter und rote Ampeln werden oft ignoriert – dennoch funktioniert der Verkehr gut.
Levi, Klasse 10d




