Im Rahmen meines Schüleraustauschs in Nizza verbrachte ich einen Monat am Collège Roland Garros und lernte den französischen Schulalltag kennen. Schon am ersten Tag fiel mir auf, wie stark sich der Unterricht vom deutschen Schulsystem unterscheidet. Die Schultage sind deutlich länger und dauern oft bis in den späten Nachmittag. Die Klassenräume sind einfacher ausgestattet. Jede Unterrichtsstunde beginnt mit einer Begrüßung und einer Anwesenheitskontrolle, außerdem achten die Lehrkräfte streng auf Ruhe und Pünktlichkeit.
Durch den täglichen Besuch des Collèges bekam ich einen realistischen Eindruck davon, wie anspruchsvoll das französische Schulsystem ist. Neben dem Schulalltag spielte auch die Freizeit eine wichtige Rolle. Gemeinsam mit meiner Gastfamilie unternahm ich Spaziergänge in den Bergen, und an den Wochenenden gingen wir oft zum Bogenschießen. Mittwochs hatte ich Zeit, um Nizza auf eigene Faust zu erkunden. Diese Ausflüge halfen mir, die Stadt besser kennenzulernen und meine Französischkenntnisse auch außerhalb der Schule anzuwenden.
Insgesamt war der Einblick in das Leben in Frankreich der wichtigste Teil meines Austauschs. Dank der Unterstützung durch erasmus+ konnte ich vier Wochen Frankreich pur erleben. Dabei konnte ich nicht nur meine Sprachkenntnisse verbessern, sondern auch viel über Kultur, Alltag und das Schulsystem eines anderen Landes lernen.
Andreas, Klasse 9b


