Um 6:30 Uhr klingelt der Wecker, und mein Abenteuer beginnt. Nach einer erfrischenden Dusche und einem gemütlichen Frühstück mit meiner Gastfamilie, schwingen sich Johann und ich um 7:20 Uhr auf unsere Fahrräder. Der Weg zur Schule ist jedes Mal eine echte Herausforderung, denn es geht nur bergauf. Selbst in den kühleren Morgenstunden ist es anstrengend, aber irgendwie auch aufregend.
Vor der Schule treffe ich mich mit meinen neuen Freunden. Gespräche mit ihnen haben mir wirklich geholfen, mein Französisch zu verbessern. Obwohl die Franzosen ziemlich schnell sprechen, verstehe ich jetzt viel mehr. Glücklicherweise unterstützt Erasmus+ und somit die Europäische Union solche Austausche.
Der Unterricht startet pünktlich um 7:55 Uhr und geht bis zur Mittagspause um 12:00 Uhr. Was mir im Collège Roland Garros auffällt, sind die vielen kombinierten Fächer. Geografie und Geschichte oder Physik und Chemie werden hier zusammen unterrichtet. Religionsunterricht gibt es nicht, dafür aber ein Fach, das ethische Erziehung heißt. Wie alle anderen esse ich mittags in der Schulkantine.
Nach der Pause beginnt der Nachmittagsunterricht um 13:25 Uhr und dauert bis 17:20 Uhr. Danach habe ich endlich Freizeit, die ich für sportliche Aktivitäten wie Schwimmen, Laufen und Rudern nutze. Ni
zza liegt direkt am Meer und das Haus meiner Gastfamilie ist so nah am Hafen, dass ich die Mastspitzen der Segelschiffe sehen kann. Natürlich müssen auch Hausaufgaben erledigt werden, manchmal bis spät in die Nacht.
Um 19:30 Uhr gibt es ein leckeres Abendessen, und um 22:00 Uhr falle ich müde ins Bett.
Das Wochenende
Am Wochenende sieht mein Tagesablauf etwas anders aus. Meine Gastfamilie besitzt ein kleines Haus in den Bergen hinter Nizza und dort verbringen wir fast alle Wochenenden. Ich helfe beim Bau eines Anbaus am Haus, und zwischendurch gehen wir wandern, grillen, spielen oder genießen einfach nur die atemberaubende Aussicht.
Unterschiede zwischen Nizza und Nürnberg
Nizza und Nürnberg unterscheiden sich in vielen Dingen. Das Wetter in Nizza ist viel schöner, man kann sogar bis Oktober im Meer baden. Die Schule hier ist einfacher, und ich habe viele gute Noten bekommen. Die beste Note ist 20 von 20 Punkten. Allerdings sind die Lehrer strenger, und abends stehen immer Hausaufgaben an. Die Menschen in Nizza wirken entspannter und rote Ampeln werden oft ignoriert – dennoch funktioniert der Verkehr gut.
Levi, Klasse 10d


