Weddigenstr. 21 | 90478 Nürnberg | Tel. (0911) 231 - 14 230 | Impressum | Datenschutz

Flüchtling ist nicht gleich Flüchtling

Warum fliehen Menschen? Was sind sichere Herkunftsstaaten? Darf jeder hier bleiben?

Mit diesen und noch weiteren spannenden Fragen beschäftigten wir uns am Mittwoch, den 04.10.17 im CPH (Caritas-Pirckheimer-Haus). Doch bevor es erstmal losging, wurden wir von Madlen, einer Studentin, die uns durch die Ausstellung führte, begrüßt.

Um diese Fragen beantworten zu können, ist es wichtig zu verstehen, warum Menschen ihre Heimat verlassen und fliehen. Es gibt nämlich nicht nur Menschen, die auf der Flucht sind, weil in ihrem Land Krieg oder Terror herrscht, sondern auch, weil sie beispielsweise aus politischen, religiösen oder wirtschaftlichen Gründen ihr Land verlassen müssen oder wollen.

All diese Menschen hoffen, dass sie in Europa ein Leben in Sicherheit und ohne Angst führen können, und nehmen den weiten Weg mit seinen vielfältigen Gefahren auf sich.

fluechtl18In den vergangen 10 Jahren sind ca. 2 Mio. Menschen, die Asyl suchen, nach Deutschland gekommen, wovon etwa die Hälfte begründet unmittelbar abgelehnt wurde, und ca. eine 1 Mio. Menschen als schutzbedürftig eingestuft wurde. Davon wurde ungefähr der einen Hälfte Asyl gewährt und die andere Hälfte hat subsidiären Schutz, also Schutz vor Abschiebung etc. erhalten, oftmals aber nur nach sehr langen Wartezeiten.

Doch Asyl zu erhalten ist gar nicht so einfach, denn man muss bestimmte „Voraussetzungen“ erfüllen, z.B. eine begründete Furcht vor Verfolgung wegen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Konfession oder Nation.

Die Menschen, denen kein Asyl gewährt wird, werden abgewiesen und in sogenannte sichere Herkunftsstaaten geschickt. „Dies sind Staaten, bei denen aufgrund der allgemeinen politischen Verhältnisse die gesetzliche Vermutung besteht, dass dort weder politische Verfolgung noch unmenschliche oder erniedrigende Bestrafung oder Behandlung stattfindet.“ (§ 29a AsylVfG).

Wir haben in diesen 2 Stunden gemeinsam viel Spaß gehabt und vor allem gelernt, dass Flüchtling nicht gleich Flüchtling ist, und dass es nicht einfach ist, Asyl zu erhalten.

(Verena Geitner, 9M)

Beiträge aus den Religionsfächern

  • Von den Ärmsten lernen

    Im Auftrag der Hilfsorganisation missio, einem internationalen katholischen Hilfswerk, das vor allem in Asien, Afrika und Ozeanien hilft, besuchte der Bischof von Koudougou, Joachim Quédraogo, verschiedene Schulen in ganz Deutschland, um seine...

    Weiterlesen...

  • Aus dem religiösen Leben unserer Schule

    Einschneidende Momente oder Wendepunkte unseres Lebens nehmen wir Menschen gewöhnlich zum Anlass, innezuhalten, über unser Leben nachzudenken, Kurskorrekturen vorzunehmen oder aber ein Fest zu feiern. Im Schulalltag können der Anfang und das Ende...

    Weiterlesen...

  • Flüchtling ist nicht gleich Flüchtling

    Warum fliehen Menschen? Was sind sichere Herkunftsstaaten? Darf jeder hier bleiben? Mit diesen und noch weiteren spannenden Fragen beschäftigten wir uns am Mittwoch, den 04.10.17 im CPH (Caritas-Pirckheimer-Haus). Doch bevor es erstmal losging,...

    Weiterlesen...

  • Bedrohte Schöpfung – Bedrohte Völker

    Kirche gegen die Zerstörung des Lebensraums Amazonas Wenn man die Nachricht von einem Vortrag im Rahmen des Unterrichts erhält, ist die Stimmung grundsätzlich gut. Aber wenn man dann noch die Möglichkeit bekommt, mit einem Bischof aus Ecuador zum...

    Weiterlesen...

  • Ein Talent zu helfen - Das Haus der Talente

    Gefährliche Jugendgangs, Kriminalität, Armut und oft schwierige Familienverhältnisse, das ist der Alltag für viele Kinder und Jugendliche in Lima, der Hauptstadt Perus. Viele von ihnen würden in diesen Verhältnissen untergehen, gäbe es nicht einige...

    Weiterlesen...

  • Aus dem religiösen Leben

    Das neue Schuljahr wurde traditionsgemäß mit einem evangelischen Gottesdienst in St. Peter und einer katholischen Eucharistiefeier in St. Kunigund begonnen. Letzteren zelebrierte Pater Roberto Turyamureeba. Er ist Comboni-Missionar und wohnt seit...

    Weiterlesen...

  • Ein Buddhist zu Gast am NGN

    Andreas Novi, Mitglied des Buddhistischen Zentrums Nürnberg, folgte der Einladung von StRefin Sabine Wöhner und besuchte am 1. Februar 2013 den katholischen Religionsunterricht der 10. Jahrgangsstufen. Eingangs erläuterte er in einem Vortrag die...

    Weiterlesen...

  • "Wir sind einfache Leute an unbedeutenden Orten, aber zusammen können wir viel erreichen!"

    Eigentlich war dies der Abschlusssatz von Pater Ceppi, der am 07. 12. 2012 den katholischen Religionskursen und dem Geografiekurs von Herrn Ratzesberger (alle Q11) einen Besuch abstattete; aber man kann sagen, dass er trotzdem die Basis des...

    Weiterlesen...