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Zum Schüleraustausch nach Rennes...

Im Französischbuch unserer Austauschschüler steht „Deutsche sind immer pünktlich“. Im Gegensatz zu uns kamen die Franzosen ca. 3 Stunden früher als geplant bei uns an. Wir waren mit der Situation vollkommen überfordert. Unsere „corres“ waren so müde, viele von ihnen konnten nicht einmal mehr „Germany’s next TopModel“ mitgucken. Am nächsten Tag tauschten wir uns in der Schule und die Franzosen sich beim Shoppen in der Stadt über erste Eindrücke aus. Das Wochenende wurde nach eigenen Vorstellungen gestaltet. Samstagabend gingen wir jedoch alle gemeinsam bowlen. Am Montag erwartete uns ein Ausflug nach Bamberg. Während einige gespannt der Führung zuhörten, warteten andere gespannt auf ihre Pizza. Mittwoch fuhren wir nach München. Jedoch besichtigten wir mehr die Geschäfte als die Stadt. Vor dem Hofbräuhaus, wo wir zu Mittag aßen, machten wir ein kleines Fotoshooting mit einem Straßenkünstler. Donnerstag war auch schon der letzte gemeinsame Abend, welcher in der Mensa statt fand. Wir aßen mit unseren Familien und den Austauschschülern, spielten Kicker, es wurde gequizzt, und es wurden selbstproduzierte Filme vorgeführt. Spät abends mussten wir uns verabschieden. Aber nicht für lange, denn 2 Wochen später ging es für uns auch schon auf nach Rennes in die Bretagne.

Am Dienstag, dem 16. März 2015, trafen wir uns um ca. 22 Uhr an der Meistersingerhalle, um unser Abenteuer anzutreten. Nach einem längeren Stopp morgens in Paris, bei dem wir u. a. französische Croissants auf den Champs-Elysées aßen und uns vor dem Eiffelturm fotografierten, kamen wir nach einer sehr langen Busfahrt endlich in Saint-Gregoire, einem Vorort von Rennes, in dem sich das „Immaculée Jean Paul 2“, die Schule unserer Austauschpartner, befand, an. In unserer Woche in Frankreich besichtigten wir die Städte Rennes, Nantes und Saint-Malo, wobei uns die Führung in Saint-Malo besonders gut gefiel aufgrund unseres witzigen Gruppenleiters Dirk. Jedoch war es so nah am Meer sehr kalt und windig. Am Dienstag hatten wir mit den Franzosen Sport in ihrer – im Vergleich zum NGN - viel größeren Turnhalle, die auch eine Tribüne beinhaltet. Wir waren erstaunt, dass hier Jungs und Mädchen gemeinsam Sport haben, die Franzosen wunderten sich jedoch, warum wir in Deutschland getrennt werden. Wir spielten in gemischten Teams (Deutsche und Franzosen) gegeneinander Fuß-, Hand- und Basketball. Wir machten mit unseren Austauschpartnern auch abseits der Schule verschiedene Ausflüge. So bekamen einige von uns den Mont Saint-Michel zu sehen. Außerdem trafen wir uns u. a. zu Paintball, Lasertag oder Kino. Im Vergleich zum NGN ist das Immaculée sehr modern eingerichtet und sehr hell. Nach den Pausen und vor Schulbeginn müssen sich die Schüler auf dem Pausenhof versammeln und werden dort von ihren Lehrern abgeholt. Hier gibt es eine strenge Kleidungsvorschrift: Hosen, Röcke und Kleider müssen über die Knie gehen. Auch müssen die Schultern bedeckt sein, also sind Tops im Sommer praktisch verboten. Am Beeindruckendsten war für uns der Schulgong, welcher ein Ausschnitt vom Lied „Boum, Boum, Boum“ von Mika ist. Wir hatten ab und zu ein paar Unterrichtsstunden, jedoch waren nicht alle Lehrer von zusätzlichen Schülern begeistert, so dass manche sich im CDI, welches wie in unserem Französischbuch beschrieben, eine Bibliothek mit Computern ist, in der die Schüler Hausaufgaben machen können, aufhalten mussten. Am Donnerstag fand auch schon der Abschiedsabend in der Cafeteria der Schule, in die ein schmaler Gang führt, damit auch ja niemand drängelt, statt. Am Abend des nächsten Tages verabschiedeten wir uns, zum Teil unter Tränen, und fuhren zurück nach Deutschland.

Insgesamt war es ein sehr gelungener Austausch. Wir bedanken uns bei Frau Pelster und Frau Kerschbaum für die Organisation und die Begleitung. Den Austausch für F3 können wir nur weiterempfehlen.

Eva Krumnacker und Hannah Frohmader, 9a

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