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Von Nürnberg nach New York (... über Washington, D.C.)

Nach einer recht kurzen Nacht, trafen wir - 18 Schüler und Schülerinnen aller 10. Klassen des NGN- uns am frühen Morgen des 17 Oktobers 2014 am Nürnberger Flughafen. Nach einem Abschiedsbild und vielen Umarmungen ging dann die langersehnte Reise nach Amerika los. Aber zuerst einmal kam Paris. Dort gab es ein 2. Frühstück und mit ein wenig Verspätung ging es dann endlich über den großen Teich. Für die meisten war dies das erste Mal. Nachdem wir etwas erschöpft nach ca. 8 Stunden Flug in Washington DC angekommen sind und uns durch den Sicherheitsmarathon gekämpft hatten, trafen wir zum ersten Mal persönlich auf unsere Austauschpartner. Wir waren alle von ihrer Offenheit positiv überrascht und verstanden uns auf Anhieb gut. Vom Flughafen aus fuhren wir alle erst einmal zu den Häusern unserer Gastfamilien, die für die nächsten zwei Wochen auch unsere sein sollten.

Manche besuchten trotz großer Müdigkeit (immerhin waren wir schon gut 20 Stunden auf den Beinen) noch ein Footballspiel der Spartans, der Footballmannschaft der West Springfield High School. Da wir an einem Freitag ankamen, hatten wir dann gleich das erste Wochenende mit unseren Familien. Jeder hat also etwas anderes erlebt, was dann am Montag, unserem ersten „Shadow Day“, natürlich sofort den Freunden erzählt werden musste. Am Dienstag folgte der zweite „Shadow Day“, bei dem wir unseren Austauschpartnern durch die Schule und in den Unterricht folgten. Schnell erkannten wir, dass hier alles deutlich lockerer zugeht als bei uns: Dort ist es erlaubt und sogar normal, dass die Schüler während der Stunde an ihren Handy sind und es kam sogar einmal vor, dass im Unterricht telefoniert wurde. Auch gibt es dort sehr „interessante“ Fächer wie zum Beispiel Fashion Marketing oder Koreanisch.

usa14 libraryAm nächsten Tag fuhren wir dann zusammen mit riesigen Regenwolken zum ersten Mal direkt nach Washington (Springfield ist nur ein Vorort) und jeder wurde trotz Regenjacke und Schirm völlig durchnässt. Gott sei Dank ging es aber erst einmal in die Libary of Congress und von dort aus direkt unterirdisch ins Capitol. Anschließend ging es zum Essen in einen typischen food court. Da es immer noch regnete gingen wir nicht mehr nach Chinatown, sondern noch ins Air and Space Museum bevor es wieder zurück nach Springfield ging.

Die nächsten zwei Tage fuhren wir zusammen mit den Amerikanern zum Campen. Donnerstag früh ging es los. Wir frühstückten erst einmal ausgiebig in einem „Cracker Barrel“, bevor wir gegen Mittag in unserem Camp ankamen. Dort wurde dann den ganzen Tag lang Fußball und Basketball gespielt und anschließend noch Pizza zu Abend gegessen sowie der indoor pool unsicher gemacht und bei Nacht ums Lagerfeuer getanzt. Natürlich durften auch Marshmallows nicht fehlen. Am nächsten Morgen fuhren wir dann nach einem aus Donuts bestehenden Frühstück in den riesigen Freizeitpark „Bush Gardens“. Dort verbrachten wir den ganzen Tag mit Achterbahnen und Geisterbahnen, bevor am Abend passend zum bevorstehenden Halloween richtig schön gruselige Spukhäuser geöffnet wurden.

usa14 cemeteryAm zweiten und letzten Wochenende in unseren Familien unternahm jeder wieder individuell etwas. Montag hatten wir dann unseren zweiten Tag in DC - diesmal mit perfektem Wetter! Bei über 20° besichtigten wir den Nationalfriedhof, auf dem auch J.F. Kennedy begraben liegt, das Lincoln Memorial, das Vietnam Memorial, das World War II Memorial, das usa14 washmonuWashington Monument und schließlich das Weiße Haus (leider war Mr. Obama nicht zu sehen :-) ). Nach einem weiteren Mittagessen in einem food court ging es dann weiter in das am Montag verpasste China Town, wo wir ein wenig Zeit für uns hatten. Am darauffolgenden Dienstag besichtigten wir, wieder bei strahlender Sonne, Georgtown, einen wohlhabenden Teil von Washington, in dem auch die Kennedy-Familie ihr Haus hatte. Aber wir konnten anhand von Friedhöfen erkennen, welche Unterschiede zwischen Schwarzen und Weißen es früher gegeben hat. Auch jetzt hatten wir wieder Zeit für uns, wobei wir erste einmal fast alle zu Five Guys gingen, einer amerikanischen Fastfood-Kette mit unglaublich guten Burgern, und anschließend Shoppen auf einer großen Einkaufsstraße. Um das gute Wetter auszunützen gingen wir wieder vereint an die Waterfront und besichtigten noch das Kennedy Center, ein großes Kulturzentrum von dem man einen tollen Blick über ganz Washington hat.

Die nächsten zwei Tage war unsere Gruppe getrennt: die eine Hälfte blieb jeweils in der Schule, um den Amerikanern das NGN, Nürnberg und das deutsche Schulsystem näherzubringen, und die andere besuchte verschiedene Museen auf der Mall, z.B. das National History Museum oder das Museum of Natural History. An unseren letzten Tag in Springfield, dem 31. November, fuhren wir noch einmal nach DC und besuchten das „Heurich House“, das einem deutschen Auswanderer gehörte, der es als Brauer vom „Tellerwäscher zu Millionär“ schaffte und schließlich noch das Pentagon Memorial. Unser nächstes Ziel lautete dann Pentagon City Mall, in der wir erst einmal einige Stunden shoppen waren und uns anschließend für Halloween zurechtmachten. usa14 halloweenNun fuhren wir direkt nach Old Town Alexandria und trafen uns dort mit unseren toll verkleideten Austauschpartnern. In Alexandria gibt es eine Straße, in der jedes Jahr zu Halloween alle Anwohner ihre Häuser schmücken und die Leute mit Tonnen von Süßigkeiten erwarten.

Auf den nächsten Tag hat sich glaube ich niemand gefreut: es hieß Abschied nehmen, denn wir Deutschen fuhren nun nach New York weiter, während die Amerikaner zurückblieben. Nach einer sehr emotionalen Verabschiedung stiegen wir in den Bus und nach etwa vier Stunden war es dann endlich soweit: Wir waren in New York!!! Leider auch wieder im Regen! Wir fuhren zuerst mit der ziemlich vollen U-Bahn zu unserem Hotel nach Brooklyn.usa14 skyline Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, aßen wir in einem nahegelegenen mexikanischen Restaurant und fuhren zur Staten Island Ferry, wovon wir einen tollen Blick auf Ms. Liberty und die Skyline von Manhattan hatten. Den eigentlich noch geplanten Times Square bei Nacht ließen wir wetterbedingt an diesem Tag aber ausfallen und fuhren zurück in unser Hotel.

Die warmen Temperaturen aus Washington gewöhnt, traf uns am nächsten Morgen erst einmal der Schlag: Es war sehr kalt und es ging ein eisiger Wind. Eingepackt in alles, was wir hatten (Schals, Mützen, Handschuhe,…) ging es dann zum 09/11 Memorial and Museum und nach einem Mittagessen über die usa14 brooklbBrooklyn Bridge nach Chinatown und Little Italy. Der krönende Abschluss dieses Tages war die Fahrt hoch auf das Rockefeller Center, von wo wir einen atemberaubenden Blick über ganz New York (zuerst mit Sonnenuntergang und später dann bei Nacht) hatten. Schließlich verbrachten wir zum Abschluss noch einige Zeit auf dem taghell erleuchteten Times Square.

usa14 unoAm Montag, unserem letzten Tag vor der Abreise, hatten wir sehr interessante Führungen durch die UNO und durch Harlem, wo wir dann am Abend auch unser Abschiedsessen zu uns nahmen. Zwischendurch gab es noch Essen in der Grand Central Station, dem berühmte Bahnhof z.B. aus dem Film „Madagaskar“, und eine entspannte Pause im Central Park. Tags darauf gingen wir noch nach Coney Island; dem „Strand“ von New York, wo wir unseren letzten amerikanischen Hot Dog aßen bevor wir zum Flughafen fuhren und ohne weitere Schwierigkeiten über Amsterdam zurück nach Deutschland flogen.

usa14 coneyVielen Dank noch mal an Herrn Möhle, Frau Buxeder und Herrn Trimble für diesen tollen Austausch und eine wundervolle Zeit, und wir freuen uns alle schon sehr auf den Gegenbesuch!

Franziska Beck, 10a

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