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„Zukunft für Kinder – Aldea Laura e.V.“ zum Schuljahr 2016/17

Es war für mich im vergangenen Schuljahr eine schockierende Nachricht, als ich erfuhr, dass ein Vater seinen ältesten Sohn, den 11-jährigen Wilmer aus der Schule genommen hat, um ihn in die USA zu schicken, damit er von dort aus seine Familie in Guatemala unterstützen kann. In die USA kommen kann er nur mit der „Bestie“, dem Güterzug, der Mexiko in Richtung USA durchquert. Die Waggondächer sind voll von Menschen aus Mittelamerika und Mexiko, alle in der Hoffnung auf ein besseres Leben in den USA. Jeder, der da mitfährt, setzt sein Leben aufs Spiel, viele kommen um auf dieser „bestialischen“ Strecke.

Wilmer ist in den USA bei seinem Onkel angekommen, der dort anscheinend schon länger lebt – wohl genauso illegal wie jetzt Wilmer. Nur: wie kann er als 11-Jähriger dort Geld verdienen? Ich weiß es nicht.

Das Schicksal dieses Jungen zeigt die große Not der Menschen in Guatemala, auch in der Region, in der „Aldea Laura“ seit 20 Jahren ein Schulprojekt finanziert, Die Lehrer der Schule dort sind überzeugt, dass nur eine vernünftige schulische Bildung auf Dauer die Not lindern kann. Nur dann können Kinder zu verantwortungs- und selbstbewussten Menschen werden, denen eine bessere Zukunft in ihrem Heimatland am Herzen liegt. Diese Hoffnung der dort engagierten Lehrer nehmen wir ernst und wollen sie finanziell unterstützen.

Seit Jahren gehört auch das NGN zu den großen Unterstützern dieses Schulprojektes im Hochland von Guatemala. Jedes Jahr leistet die ganze Schulfamilie einen riesengroßen finanziellen Beitrag, - 8221,02 Euro sind es im vergangenen Schuljahr gewesen, ca. 8 Prozent der Summe, die wir benötigen, um die Ausbildung von 260 Kindern und Jugendlichen zu gewährlisten und ihnen täglich ein Frühstück und ein Mittagessen bieten zu können.

In diesem Schuljahr kommt insofern eine besondere finanzielle Belastung auf uns zu, als wir das inzwischen 20 Jahre alte erste Schulgebäude abreißen mussten. Es war mit Adobeziegeln gebaut, die damals von den Dorfbewohnern selbst hergestellt wurden und nun an vielen Stellen Risse und Sprünge aufwiesen. Ein neues zweigeschossiges und erdbebensicheres Gebäude ist geplant, und wir hoffen, dass es schnell fertig gestellt werden kann.

Mir als Vorsitzendem des Vereins „Zukunft für Kinder – Aldea Laura e.V.“ ist es ein großes Anliegen, mich dafür ganz herzlich zu bedanken, dass die Schulfamilie des NGN dieses Schulprojekt in Guatemala zu ihrem Sozialprojekt gemacht hat.

Eberhard Nusch (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) – November 2016

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