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Expedition I.C.E. 2018

An Bord der „Ryvar“ unterwegs auf der Ostsee

ice2018 bIm Rahmen des vom deutschen Polarforscher und Abenteurer Arved Fuchs organisierten I.C.E. Camps, sind auch dieses Jahr wieder 10 Jugendliche aus ganz Europa segelnd auf der Ostsee unterwegs, um mehr über den Klimawandel und dessen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu erfahren und sich in Workshops und Simulationen aktiv mit der Thematik auseinanderzusetzen. 2018 vertritt Tabea Dix vom NGN erstmalig ein Nürnberger Gymnasium dieser Fahrt!

Mehr Infos auf: arved-fuchs.de/ice/ice-2018

Tabeas Logbuch

ice2018 a4.7.
Um 10 Uhr früh ging es für mich mit dem Zug Richtung Hamburg, wo ich dann auf weitere Teilnehmer des I.C.E Camps 2018 aus Bieberstein, Luxemburg und Sylt traf. Zusammen sind wir dann weiter nach Kiel gefahren, wo wir das erste Mal mit weiteren Teilnehmern aus Estland und Südtirol an Bord der „Ryvar“ gegangen sind. Nachdem wir unsere Kojen bezogen und den Hafen besichtigt haben, sind wir nach einem leckeren Abendessen auch endlich schlafen gegangen. 

 

5.7.
Am nächsten Morgen ging es dann sofort los mit einer Präsentation über Mikroplastik. Nachdem wir die Segel gesetzt hatten, machten wir uns  auf den Weg in Richtung Marstal. Während der Fahrt haben wir über die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Heimatländer geredet und das „Simulation Game“ besprochen. Das „Simulation Game“ ist ein Spiel, in dem jeder der 10 Teilnehmer des I.C.E Camps eine Rolle zugeschrieben bekommt. Man ist zum Beispiel Vorsitzender einer norwegischen Öl- und Gasfirma oder einer Umweltschutzorganisation. In dem Spiel geht es darum, einen Vertrag über die Ölindustrie in der Arktis zu erstellen, in dem jede Partei ihre Ziele durchsetzen kann. 

6.7.
Nach einem Vortrag über den Klimawandel und dessen Auswirkungen ging es von Marstal in Richtung Nyborg. Auf der Fahrt hatten wir unser erstes „Simulation Game“ Meeting, bei dem sehr viel über die Prävention von Ölunfällen diskutiert wurde. Nach dem wir den dänischen Hafen erreichten, wurde gegessen und es entstand noch einmal eine Diskussionsrunde über den Klimawandel und ob Vegetarier/Veganer den CO2-Ausstoß verringern oder nicht. 

7.7.
Nach einer etwas kalten Nacht und einem kurzen Frühstück haben wir uns sofort auf den Weg nach Kerteminde gemacht. Wir hatten unser nächstes Planspiel-Meeting und während der Überfahrt haben wir uns über unsere „winning entries“ unterhalten. Nach der Suppe zum Mittagessen sind wir auch schon angekommen und hatten erstmal Freizeit, in der wir die Insel erkundet haben und an den Strand gegangen sind. Nach einem kurzen Treffen mit Quallen sind wir auch schon wieder aus dem Wasser und haben uns auf den Weg zurück zur „Ryvar“ gemacht. Wir hörten zwei Vorträge über Dorsche in der Ostsee, dann gab es Abendessen, erneut eine angenehme Gesprächsrunde über Klimawandel und unsere Erde. Den Abend ließen wir dann ausklingen mit einem Spaziergang am Strand. 

8.7.
Nach dem Frühstück haben wir wieder den CO2-Gehalt des gestrigen Tages ausgerechnet: 222 kg für 19 Personen, was eigentlich nicht gerade viel ist. Wir besuchten das “fjord&bælt” in Kerteminde und haben viel über Schweinswale und ihre Probleme (verursacht vom Menschen) in der Wildnis gelernt. Mittags wollten wir in Richtung Samsø segeln, konnten aber die Segel nicht setzen, da nur wenig Wind wehte und dieser vor allem auch noch von der falschen Seite kam. Deshalb mussten wir für die ganze Überfahrt den Motor benutzen. Wir durften uns das erste Mal ins Yankee Net legen und hatten erneut eine hitzige Diskussion in unserem „Simulation Game“. Abends sind wir in Samsø angekommen und schwimmen gegangen. Bevor ich aber endlich ins Bett konnte, musste ich noch den heutigen Logbucheintrag schreiben. 

9.7.
Heute morgen ging es sofort los mit einer Fahrradtour von Ballen bis nach Nordby. Nachdem wir nachmittags noch einmal am Strand waren, gab es auch schon Abendessen. Um den Abend ausklingen zu lassen, haben wir noch den heutigen Tagebucheintrag geschrieben, Interviews sowie unsere üblichen Diskussionen geführt. 

10.7.
An unserem letzten Tag in Samsø haben wir die Energieakademie besucht und viel über die Nutzung von erneuerbarer Energien vor allem auf Samsø gelernt. Danach haben wir uns auf den Weg nach Bogense gemacht, ein neues Meeting abgehalten, gegessen, den neuen Hafen besichtigt und Fußball geschaut. 

11.7.
Heute sind wir sofort nach dem Frühstück los gesegelt. Es gab eine Präsentation über small-scale fishery, wieder ein Simulation Game Meeting und wir haben uns an Deck gesonnt. Dann sind wir auch schon in Årøsund angekommen. Nach dem Essen haben wir einen Strandspaziergang gemacht und ein paar Spiele gespielt. 

12.7.
Nach einem Vortrag über die Ostsee sind wir auch schon wieder losgesegelt. Mittags haben wir auf der Ostsee gestoppt und durften von Bord ins Wasser springen. Danach hatten wir unsere Simulation Game Konferenz und dann sind wir auch schon in Sonderburg angekommen. Wir gingen die Stadt besichtigen, danach gab es Abendessen und wir haben noch ein neues Spiel gespielt, was ähnlich wie das Simulation Game funktioniert, aber viel kürzer ist. Danach sind wir noch lange am Wasser geblieben und haben uns unterhalten. Irgendwann sind wir dann aber doch zurück zur „Ryvar“ gegangen und auch sofort eingeschlafen. 

13.7.
Unser letzter Segeltag startete ohne Gas, weshalb wir keinen Kaffee und keine Brötchen hatten. Danach trafen wir uns für unsere letzte Simulation Game Konferenz, bei der wir Paragraph für Paragraph durchgegangen sind und abgestimmt haben. Letztendlich konnten wir uns alle einigen und haben den Vertrag unterschrieben. Nach dem Mittagessen haben wir den letzten Segeltag noch vollends genossen. Als wir in Flensburg angekommen sind, gab es eine Abschiedsfeier, bei der wir unsere Zertifikate bekommen und Geschenke ausgetauscht haben. Noch ein letztes Mal gab es eine Diskussionsrunde über „climate policy“ und irgendwann haben wir dann auch angefangen zu packen bevor wir ins Bett sind. 

14.7.
Nachdem wir das Segelschiff geputzt und unsere Taschen fertig gepackt hatten, mussten wir uns überwinden uns voneinander zu verabschieden. Die „Ryvar“ wartet in Flensburg auf ihre nächsten Gäste und ich machte mich auf den Weg zurück nach Nürnberg.