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Auftritt des NGN-Chores beim 9. Musikfestival der Toskana 2017

toskana2017 Strassenmusik TrentoDer frühe Chorsänger fängt den Ton! Nach diesem Motto startete unsere Fahrt in die Toskana am Mittwoch bereits um 4:30 Uhr. Entsprechend ruhig verlief die Fahrt.
Nach einem Ständchen unseres singenden Busfahrers aus Anatolien machten wir Pause in Trient mit einem ersten kurzen Auftritt auf der Piazza Duomo.
toskana2017Frisch gestärkt ging es weiter, bis wir endlich die 37°C knackten und Montecatini Terme erreichten.
Nach dem Abendessen erkundeten wir den Ort, hörten einem Britischen Chor zu oder verfolgten die Aufzeichnung für eine italienische TV-Talentshow, in der wir spontan selbst einen Auftritt hatten.

toskana2017 Strassenmusik LuccaAm nächsten Tag ging es nach Lucca. Nach einer Stadtführung hatten wir etwas Freizeit, einige besuchten die Casa natale di Giacomo Puccini. Auf zwei Plätzen der Stadt gaben wir nochmal unser Konzertprogramm zum Besten, toskana2017 Strassenmusik Lucca IIbei dem eine Frau ein ganz besonderes Ständchen bekommen sollte.
Wieder zurück in Montecatini traf sich ein Teil der Gruppe mit einem Chor aus Israel, den viele noch von der Wienfahrt 2015 kannten. Am Abend lauschten alle gemeinsam den Konzerten anderer Festivalteilnehmer aus Bulgarien, Rumänien und Südafrika in der Sala Regina.

toskana2017 Panorama Montecatini AltoDer dritte Tag begann entspannt. Nach spätem Frühstück probten wir in der Basilika Santa Maria Assunta für unser Konzert am Abend. Mittags fuhren einige mit der Funicolare di Montecatin, der ältesten Standseilbahn Italiens, in den etwa 200 m höher gelegenen Ort toskana2017 Montecatini AltoMontecatini Alto und genossen die Aussicht, während andere die Zeit zum Beispiel für eine Siesta nutzten.
Der Nachmittag wurde heiß. In Chorkleidung führte die Festivalparade beflaggt zur Piazzale Tettuccio, wo jede der 18 teilnehmenden Gruppen ein Lied in Landessprache vortrug. Wir hatten uns für „Untreue“ von Friedrich Silcher entschieden, dem ein Text von Joseph von Eichendorff zugrunde liegt. Insgesamt nahmen bei dem Festival etwa 850 Musiker aus 13 verschiedenen Ländern teil, wobei wir der einzige deutsche Chor waren.

toskana2017 Gruppe Joint ConcertUm 21:30 war es nun so weit: nach einem Schweizer Chor hatten wir unseren Auftritt in der Basilika. Schon nach den ersten drei Stücken – zwei Liedern von Felix Mendelssohn-Bartholdy und einem Medley aus Phantom der Oper - wurde klar: es würde eines unserer schönsten Konzerte werden. Eine Frau in der ersten Reihe hatte vor Rührung Tränen in den Augen und der Applaus am Ende nach „When I was your man“ war überwältigend. toskana2017 Auszeichnung ToskanaMit einer Urkunde im Gepäck setzten wir uns wieder auf unsere Plätze.
Nach dem letzten Konzert des Abends hatten wir immer noch nicht genug und so sangen wir noch drei Stücke auf dem Platz vor der Kirche. Ein Eis für jeden rundete den Tag ab.

toskana2017 Tetuccio TermeFür Tag vier stand ein Ausflug ins „italienische Athen“, nach Florenz auf dem Plan. Auch hier hatten wir nach einer Stadtführung Zeit, etwas zu essen, shoppen zu gehen oder einfach nur ein kühles Fleckchen zu suchen, um der Sonne zu entfliehen.
Nach drei Konzerten, unter anderem vor dem Duomo, wurde es noch einmal spannend. Immer wieder zog ein streng blickender Carabiniere seine Kreise um uns, aber zum Glück fragte er erst am Ende unseres Programms, ob wir denn „autorizzato“ seien, also bevollmächtigt, hier aufzutreten...
Beim letzten Abendessen zurück im Hotel floss bei den Abschlussreden von Herrn Braun und Frau Dank die ein oder andere Träne, aber es heißt ja, „man soll aufhören, wenn es gerade am Schönsten ist“.

So soll auch Dieser Bericht nicht mehr lang weitergehen. Den Abend ließ jeder auf seine Art mehr oder weniger ausklingen, eine gute Mütze Schlaf bis zur Abfahrt am nächsten Morgen sonntags um 8:30 hatte dennoch jeder abbekommen. Auch diese Fahrt verlief für die meisten sehr ruhig, nach einer Pause an der „schönsten Autobahnraststätte Europas“ kamen wir müde nach Hause.

Vielen Dank an Herrn Braun und Frau Dank, die diese unvergessliche Reise möglich gemacht haben. Ebenso danken wir Frau Schriml, die uns immer tatkräftig unterstützt hat. Dankeschön auch an Chiara Valentini, die uns immer wieder mit ihren Sprachkenntnissen gerettet hat. Denn obwohl die Sprache der Musik alle vereint, haben wir hin und wieder ihr Italienisch dringend gebraucht.

Anja Gill Q11, Sarah Labbé Q11