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Rückblick des Oberstufentheaters auf das Schuljahr 16/17

Ein Festspiel zu organisieren ist nicht so schwer, das sollte man zumindest meinen. Wenn dann aber ein komischer Kommunist - entschuldigen Sie - motzender Marxist, ein durchschnittlicher „Diktator“, ein Single Säufer, eine debile Dame, ein besserwissender Bürokrat, eine herzgebrochene Hundezüchterin, eine leise Lehrerin und eine zankende Zicke aufeinandertreffen, sieht die Sache schon ganz anders aus.

theater2017aMit der Hilfe von Herrn Ratzesberger führte die Theatergruppe der Oberstufe am 16. und 17. März „Das Festkomitee“ von Alan Ayckbourn auf, in dem genau das der Kern der Handlung war. Damit das aber möglich war, begannen wir Anfang des Schuljahres mit einigen kleineren Übungen. Dabei fiel wie immer auch der beinahe legendäre Satz „Heute will ich mit der Bahn von Bonn nach Berlin fahren“.

theater2017bBevor 2016 dann leise ausklang, hatten wir uns bereits auf die Suche nach einem Stück begeben. Nachdem andere Ideen wie „Leben wie die Schweine“ oder das für zu anspruchslos befundene „Faust II“ verworfen worden waren, wurde schließlich „Das Festkomitee“ dazu auserkoren, auf der berühmt-berüchtigten NGN-Bühne Gestalt anzunehmen. Bevor wir uns aber dem Lernen des Textes zuwenden konnten, musste zunächst das Skript insofern abgeändert werden, als dass einige Figuren ergänzt wurden (wie beispielsweise zwei rabiate Reporterinnen und der unfähige Unternehmersohn Bernard Lorne-Messiter Jr.) und andere (aufgrund des relativ geringen Anteils männlicher Schauspieler) eine Geschlechtsumwandlung erfuhren.

theater2017cDoch dann näherte sich der Tag der Premiere und die Generalprobe verlief ähnlich chaotisch wie das Stück selbst. So war es auch für die letzten von uns an der Zeit den Text zu lernen. Deswegen war es dann zu unserer und auch Herrn Ratzesbergers Überraschung, als am erwarteten Tag, trotz eines vergleichsweise leeren Zuschauerraums, alles glatt ablief und den doch anwesenden Zuschauern ein Spektakel geboten werden konnte. Ähnlich reibungslos verlief auch die zweite Aufführung am Folgetag.

theater2017dWährend die Schüler - und Schülerinnen (nur damit auch alles seine Ordnung hat) - der 12. Jahrgangsstufe sich im verbleibenden Teil des Schuljahres auf ihr Abitur vorbereiteten, beschäftigte man sich in der 11. Jahrgangsstufe mit den theoretischen Aspekten des Schauspiels und der Produktion von Filmen. Alles in allem war es ein erfolgreiches und unterhaltsames Jahr für, mit und in der Theatergruppe.

Jonathan Jarfe und Julius Mechlin, Q12