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Unser Frankreichaustausch nach Brive-la-Gaillarde

brive17 1Jetzt war es also soweit. Am Abend des 10. März 2017 standen wir alle erwartungsvoll am Dokumentationszentrum und warteten auf die Ankunft unserer Austauschpartner, die für eine Woche bei uns in Deutschland bleiben sollten. Dieses Jahr bekamen Schüler der 9c, 9b, 9M und 10b die Möglichkeit, an einem beidseitigen Austauschprogramm mit dem Collège Cabanis im südwestlichen Brive-la-Gaillarde teilzunehmen. Gleich nach der Ankunft der 20 jungen Franzosen hatten die Familien ein Wochenende mit vielen Ausflügen geplant, wie zum Beispiel in den Nürnberger Tiergarten oder einfach mal in die Innenstadt, wo „drei im Wäggla“ natürlich auch nicht fehlen durften. Die Woche bestand dann abwechselnd aus gemeinsamen Ausflügen und Besichtigungen nur für unsere französischen Gäste, die Deutschen hatten währenddessen normalen Unterricht hatten. brive17 2So nahmen unsere Austauschschüler an einer Führung durch Nürnberg und einer Besichtigung des Dokumentationszentrums teil. Zusammen erfuhren wir in Führungen viel über die beiden Städte Bamberg und Regensburg und hatten auch genug Zeit, diese beim Shoppen zu erkunden. Die Truppe hatte viel Spaß, und das Wetter war fantastisch. Auch an der Abschiedsfeier mit großem Buffet und Bilder-Präsentation in der Mensa gab es noch viel zu reden. Beim Abschied früh morgens flossen einige Tränen, aber man wusste: In zwei Wochen würde man sich in Frankreich schon wiedersehen.

Und siehe da, die Zeit verging wie im Flug. Schon saßen wir im Bus nach Frankreich mit riesiger Vorfreude und viel guter Laune, die sich auf der 15-stündigen Fahrt nur noch gesteigert hat. Trotzdem waren wir am Abend doch etwas geschafft, als uns die Familien mit zu sich nach Hause nahmen, und die meisten von uns gingen, nachdem die erste aufkommende Schüchternheit überwunden war, schnell ins Bett. Jede Familie verbrachte ihr Wochenende dann individuell. Entweder mit Spaziergängen und Radtouren in der dort schon sehr grünen Natur, mit Bowlen, mit dem ersten Kontakt mit dem süßen Städtchen Brive-de-Gaillarde oder auch mit Kulturtrips in eine Tropfsteinhöhle, ein Schlösschen oder auch in die dort bekannte Schlucht „Gouffre de Padirac“ bei Collonge. Wir alle sprachen an diesem Wochenende ununterbrochen Französisch, was für alle eine Herausforderung war, die wir letztendlich aber sehr gut meistern konnten. Am Montag sahen wir uns im Foyer des Collège wieder und die Aufregung war, wie man sich vorstellen konnte, groß, denn wir wurden von allen Seiten freundlichst empfangen und begrüßt. Am Vormittag wurden wir in unterschiedliche Unterrichtsstunden eingeteilt, am Nachmittag trennten wir uns wieder von unseren Austauschpartnern und machten eine Schnitzeljagd durch die Stadt, auf die ein Besuch in einer typisch französischen Chocolaterie folgte. Den genauso sonnigen nächsten Tag verbrachten wir gemeinsam in einer Käserei, in der wir den für die Region bekannten Ziegenkäse kennenlernten und probierten. Außerdem besichtigten wir das süße Städtchen Rocamadour mit seinem wunderschönen historischen Wallfahrtsort, der uns eine grandiose Aussicht über das Tal bot. Auch die Schieferschlucht in Travassac war sehr sehenswert, an der uns alles über die den Schieferabbau sowie die Herstellung der Ziegel erzählt und veranschaulicht wurde.  Einer der Höhepunke der Ausflüge war die Nachbildung der Höhle von Lascaux mit ihren Höhlenmalereien, die erst seit November zugänglich waren. Wir alle staunten über den gelungenen Nachbau sowie die sehr moderne Einrichtung, auf die die portablen Guides perfekt abgestimmt waren. Danach besuchten wir, zu der Malerei passend, noch ein prähistorisches Zentrum, in dem die Steinzeit erlebbar wurde. Die Abschiedsfeier am Abend machte uns erst richtig bewusst, dass die gemeinsame Zeit langsam zur Neige ging. Am Morgen trafen wir uns schließlich schweren Herzens zur Abreise und verabschiedeten uns herzlich. Letztendlich war der gesamte Austausch eine wunderschöne Erfahrung, die wir sehr genossen haben, und die ohne unsere Lehrerinnen, Frau Pelster und Frau Kerschbaum, nicht möglich gewesen wäre. Danke an sie!

Christiane Messner, 10b